“Das Boot” Kameramann erkämpft sich vor Gericht eine Faire Beteiligung an den Filmeinnahmen.

Jost Vacano erkämpft sich vor Gericht eine Nachzahlung von 600.000 Euro für seine Kamera Arbeit in “Das Boot”.

Möglich wurde dies durch den sogenannten Fairness Paragraphen im Urheberrechtsgesetz.

§ 32a UrHG
Weitere Beteiligung des Urhebers
(1) 1Hat der Urheber einem anderen ein Nutzungsrecht zu Bedingungen eingeräumt, die dazu führen, dass die vereinbarte Gegenleistung unter Berücksichtigung der gesamten Beziehungen des Urhebers zu dem anderen in einem auffälligen Missverhältnis zu den Erträgen und Vorteilen aus der Nutzung des Werkes steht, so ist der andere auf Verlangen des Urhebers verpflichtet, in eine Änderung des Vertrages einzuwilligen, durch die dem Urheber eine den Umständen nach weitere angemessene Beteiligung gewährt wird. 2Ob die Vertragspartner die Höhe der erzielten Erträge oder Vorteile vorhergesehen haben oder hätten vorhersehen können, ist unerheblich.

Dieser besagt, dass man bei Bestsellern gerecht am Gewinn beteiligt werden muss, auch wenn vorher eine geringere Gage ausgemacht wurde.

Entwickelt sich ein Film über Jahre zu einem Besteller, dann muss die Produktionsfirma nachbessern.

Zuerst musste der Kameramann klagen, um überhaupt einen Einblick in die Erlöse und Gewinne von “Das Boot” zu bekommen.

Der Rechtsstreit, der sich über viele Jahre hinzog ging zugunsten des Kameramannes aus, der für eine gerechte Bezahlung geklagt hatte.

Mich persönlich freut das sehr zu hören.

Auch ein Einzelner kann zu seinem Recht kommen, wenn er wirklich dafür kämpft.

Auch wenn die Gegner große Sendeanstalten und Produktionsfirmen sind.

Das ist eine Geschichte, die einem Mut macht, selbst auch mehr für die eigenen Rechte einzutreten und wenn es sein muss, vor Gericht zu kämpfen.

 

Weitere Infos zu diesem Fall in der Süddeutschen Zeitung.

 


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