Praxis Erfahrungen mit der Canon 80D im journalistischen Einsatz.

DSLR Video in der Medien Praxis.

In den letzten Wochen und Monaten war ich viel auf onlinejournalistischen Einsätzen unterwegs.

Immer mit dabei meine Canon 80D.

Ich hatte jetzt ausführliche Möglichkeiten, diese Kamera im journalistischen Einsatz zu prüfen.

Auch nach einem Jahr bin ich immer noch super happy mit dieser Kamera.

Hier teile ich jetzt meine Praxis Erfahrungen mit Euch.

Hier habe ich Euch eine Playliste mit Videos zusammengestellt, die ich in den letzten Monaten mit der Canon 80D gedreht habe

So hatte ich die Kamera auf den BMW OPEN mit dabei und konnte ein Spiel des Weltranglisten dritten Alexander Zverev mitfilmen.

Ein witziges Event war auch die Eröffnung der Spargelsaison hier bei uns auf dem Viktualienmarkt. Die Tonaufnahmen der Blasmusik kommt vom internen Kameramikro, die sehr gut verwendbar sind, wenn kein Wind weht.

Anfangs habe ich immer mit 24 Bildern gedreht. Inzwischen bin ich jedoch auf den Geschmack mit 59,94 Bildern gekommen, was dem Video eine noch bessere schärfe verleiht.

Leider dauert das Exportieren auch länger und die Dateien sind größer habe ich den Eindruck (habe ich jetzt aber nicht nachgerechnet, das sollen andere machen 😉

Es kann auch daran liegen, dass ich mitunter auch längere Videos auf produziert habe. Manche über eine Stunde, da können schon ein paar Gigabyte zusammenkommen.

80D oder 6D Mark 2 ?

Ob ich es bereuhe eine 80d und keine 6d Mark2 gekauft zu haben?

Anfangs habe ich es schon bereut, weil die 6D2 erst nach der 80d rauskam.

Die 80D ist meine erste Crop Kamera. Inzwischen weiß ich jedoch den Vorteil des Crop Faktors zu schätzen.

Bei Pressekonferenzen kommt man mit dem 70-200 mm noch genau das Stückchen näher ran um die sprechende Person ganz ins Bild zu nehmen.

Und für die meisten Fälle ist für mich 24 mm an der Crop Kamera ausreichend weitwinklig.

Mir ist es in diesem Fall wichtiger, ein Stück näher ranzukommen.

Brauche ich eine Weitwinkel Aufnahme, kann ich immer noch meine 5D2 rauskramen.

Ausklappdisplay und Dualpixel Autofokus

Das Ausklappdisplay zusammen mit dem Dualpixel Autofokus führte letztendlich zur Befreiung meiner journalistischen Arbeit.

Die Kamera stellt zuverlässig auf die Gesichert scharf mit ihrer Face Tracking Einstellung.

Über das Ausklappdisplay habe ich einen guten Blick darauf, ob meine Interviewpartner und ich gut im Bild stehen.

Dabei geht es gar nicht um die Schnelligkeit des Autofokus, sondern einfach um die Tatsache, dass er scharf stellt.

Besonders bei den Tennisaufnahmen hat mir der Autofokus natürlich viel geholfen.

Ich musste am Display einfach nur immer auf die Gesichter der Spieler tippen um die Schärfe so nachzuführen.

Besser geht es nicht.

1080p mit 59,94 fps

Für mich ist das der Schritt in die richtige Richtung. Man hat durch die höhere Bildfrequenz tatsächlich einen neuen Bildeindruck.

Das Video sieht schärfer aus und wirkt dreidimensionaler.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Kamera mehr Akku verbraucht, weil sie mehr Bilder pro Sekunde aufnahm.

24-105 f4 Mark2

Sehr positiv ist für mich, dass sie das 24-105 Mark2 entrasselt haben. Die alte Version von diesem vielseitigem Zoom Objektiv hatte immer sehr starke Rasselgeräusche, die dann auf dem Kameramikro mit drauf waren.

Die neue Version macht nur noch wenige Störgeräusche.

Speicherkarte, Ton, Schnitt

Als Speicherkarte hatte ich eine Sandisk Extreme Pro 64 GB im Kartenschacht. Es gab nie Dropouts oder ähnliches.

Meine Interviews nehme ich weiterhin extern mit meinem Zoom H4n auf.

Geschnitten habe ich alle oben gezeigten Beiträge mit DaVinci Resolve 14. Dort fühle ich mich jetzt richtig zu Hause.

Einmal Canon – immer Canon?

Nicht umbedingt, aber die Kombi Display und Autofokus arbeitet einfach nur super. Da gibt es keinen Grund zu wechseln.

Falls ich mir eine Kamera anschaffe, dann würde ich mir eine Blackmagicdesign Pocket Cinema Camera 4K zulegen. Da fehlt nur für meine Arbeitsweise das Klappdisplay.

Ansonsten würde mich die Lumix GH5s interessieren.

Mit einem aktiven Adapter würde ich dann meine Canon Objektive anbringen. Oder ich hole mir ein MFT Zoom Objektiv mit Blende 2,8.

Nach 9 Jahren Full Frame Foto und Video habe ich festgestellt, dass im praktischen Einsatz Bokeh gut und schön und ästetisch , aber etwas mehr Tiefenschärfe bei bewegter Kamera etwas praktischer ist.

Man muss für sich persönlich halt herausfinden, was einem liegt.

Auch ein upgrade auf einen richtigen Fludikopf halte ich für Sinnvoll. Ich habe noch eine alte Manfrotto Version und das fühlt sich nicht wirklich fluid an.

Eine super Investition war für mich der Stativ Tragegurt von Manfrotto. Der macht den Stativtransport richtig angenehm und nimmt nicht so viel Platz weg.

4K ein Thema für mich?

Auf kurz oder lang ja, schon.

Der Kino und TV Standard wird sich irgendwann bei 4K 60fps einpendeln.

Für mich ist 1080p 60fps im Augenblick genau die richtige Messlatte um für das Internet übertragn zu werden.

Render und Exportzeiten sind hoch, aber erträglich.

Insgesamt würde mich eine Kamera interessieren, die noch ein schärferes HD Video Signal auslesen könnte. Egal ob 4K oder 1080p. Ich meine damit Details und Auflösung.

Irgendwie glaube ich, dass die GH5 oder die BMDPCC 4K das bietet, was ich suche.

Ansonsten bin ich mit meiner 80d einfach nur happy.

Anstatt die 100ste Testchart zu filmen, bin ich sehr froh, dass ich aus meiner Komfortzone herausgegangen bin um mit Menschen Beiträge und Videos zu machen.

Das ist in meinen Augen auch die größte und wichtigste Herausforderung für jeden Filmemacher.

 

 

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