So klingt das RØDE NTG1 mit dem Zoom H4n in einer Interviewsituation.

Ich nutze für meine Interviews als Mikrofon das RØDE NTG1 (ohne Batterie) und nehme den O-Ton separat auf das Zoom H4n Tonaufnahmegerät auf.

In diesem Interview, das ich an der Bayerischen Theaterakademie geführt habe könnt Ihr hören, wie sich das Mikrofon anhört.

Der Ton ist unbearbeitet (kein Kompressor oder EQ) und wurde nur leicht verstärkt.

Mir gefällt der Sound sehr gut!  Es klingt schön rund mit einem natürlichen Bass Anteil und auch die Höhen kommen nicht zu kurz.

Für mich ist das ein sehr gutes Mikrofon, mit dem ich bei Interviews sehr schnell zu den gewünschten akustischen Ergebnissen komme.

So kann ich mich ganz auf das Gespräch konzentrieren und den Rest macht das Mikrofon für mich.

Ich besitze diese Kombi NTG1 + Zoom H4n jetzt schon einige Jahre und die Dinger machen einfach was sie sollen: Guten Ton. 🙂

Warum ich das NTG1 von Rode nutze und nicht das NTG2

Wenn man ein professionelles Tonangelmikrofon mit einem vernünftigen Preis sucht, dann landet man sehr schnell bei den Produkten von Rode.

Ich arbeite selbst mit einem Rode NTG1 und bin sehr zufrieden mit der Qualität und dem Preis Leistungs Verhältnis.

Für viele Filmemacher stellt sich jedoch die Frage, ob es das NTG1 oder doch besser das NTG2 sein sollte.

Das NTG2 ist identisch mit dem NTG1 abgesehen von der Möglichkeit, eine Batterie für die Phantomspeisung einzusetzen.

Hier kann man die beiden Mikrofone bei Thoman nebeneinander Vergleichen.

Das NTG2 ist aufgrund der Batterie natürlich anders gebaut, aber die Toneigenschaften sind auf dem Datenblatt die gleichen.




Jetzt ist die Frage: “Brauche ich die Option mit der Batterie?”

Ich persönlich habe mich gegen die Batterie entschieden.

Ich nutze immer einen Mischer oder Aufnahmegerät, der die Phantomspeisung abgibt.

Bei der Batterie im Mikro weiß ich nie, wie voll  sie noch wirklich ist. Ich würde es erst bemerken daß die Batterie leer ist, wenn sie ausgeht.

für mich ist das eine Unsicherheitsquelle.

Bei meinen Mischern und Interfaces habe ich entweder eine feste Stromquelle oder eine Batterienanzeige.

Wenn der Mischer keinen Strom mehr hat, dann hilft es mir auch nicht, wenn die Batterie im Mikro noch geht.

Nützlich ist die Batterie im NTG2, wenn man das Mikrofon mit einem Adapter mit einer DSLR verbinden möchte.

Das Richtmikrofon bekommt seine Phantomspeisung über die Batterie und kann auch an DSLRs betrieben werden.

Da ich jedoch meine Audio Aufnahmen meist extern aufnehme und erst im Schnitt synchronisiere, war ein Mikro mit Batterie für mich nie wirklich notwendig.

Ich habe mich für das NTG1 entschieden, wegen der einfachen Bauart und der guten Audio Eigenschaften.

Das Preis Leistungs Verhältnis ist einfach in Ordnung und ich habe es jetzt schon seit Jahren und es tut seinen Dienst.

Von meiner Tätigkeit beim Fernsehen ist mir natürlich das MKH416 von Sennheiser als allgegenwärtiges Angelmikrofon bekannt.

MKH416 bei Thoman anschauen.

Dieses kostet jedoch knapp 1000,- Euro.

Auch das ist sicherlich keine falsche Investition. Man arbeitet mit dem Industrie Standard.

Das 416er ist langlebig und im Falle eines Wiederverkaufs wird sich immer ein Interessent finden, der es gebraucht haben möchte.

Mit oder ohne Batterie?

Nochmals abschließend: Ich arbeite ohne interne Batterie. Eine interne Batterie in einem Kondensatormikrofon hat mir noch nie einen Vorteil gebracht.

Seht Ihr das anders? Oder genauso?

Ich freue mich natürlich immer über Eure Kommentare!